Leitartikel: Mach mit!

Von Jürgen Fredrich | 1 Januar, 2019

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Unser Jahres-Motto für 2019 heißt: Mach mit! (die Kurzform: MM)

Warum? Das will ich euch auch kurz erklären:   Da forderte Jesus sie auf:

„Kommt, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschen machen, die andere für Gott gewinnen.“ Mt4.19

So begann einst die Jesus-Bewegung. Jesus lud 12 Männer dazu ein, ihr Leben IHM und Seiner Mission zur Verfügung zu stellen und bei ihm in die Ausbildung zu gehen.   Nach etwa drei Jahren, bevor Jesus zurück in den Himmel ging, übertrug ER denselben Auftrag an genau diese Männer, die er in den letzten Jahren strategisch und bestens dafür ausgebildet hatte. ER sagte ihnen:

„Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“ Mt28,19f

Mit anderen Worten: „Das, was ich mit euch gemacht habe, macht jetzt auch ihr mit den Menschen, die ihr für ein Leben mit Gott gewinnt. Macht sie zu Jüngern, d.h. zu Menschen, die bei MIR in die Ausbildung gehen, bei MIR alles lernen, worauf es im Reich Gottes ankommt.“ Dieser Auftrag galt nicht nur der 1.Generation, sondern hat bis heute für alle Nachfolger Jesu seine Gültigkeit.   Paulus greift Jahrzehnte später genau dieses Multiplikations-Prinzip Jesu wieder auf, als er seinem geistlichen Sohn, Timotheus, für seine Leitungsverantwortung in Ephesus folgende Anweisung gab:

„Gib die Botschaft, die du von mir gehört hast und deren Wahrheit dir von vielen Zeugen bestätigt wurde, an vertrauenswürdige und zuverlässige Menschen weiter, die ebenfalls fähig sind, andere zu lehren.“ 2.Tim2.2

  Auch in dieser Anweisung an Timotheus steckt die Strategie Jesu: Investiere dich in die Menschen, die bereit und dazu befähigt sind, sich wieder in andere zu investieren, die wiederum in der Lage sein werden, das Gelernte weiterzugeben. Das Geheimnis der kraftvollen und schnellen Ausbreitung des Christentums in den Anfängen war die konsequente Umsetzung von Multiplikation.   Natürlich wissen wir auch, dass das übernatürliche Wirken des Heiligen Geistes zu der außergewöhnlichen Vollmacht und Anziehungskraft der ersten Gemeinde geführt hat. Aber die übernatürliche Dimension im Dienst Jesu und im Leben der Gemeinde Jesu zur Zeit der Apostelgeschichte machte es nicht überflüssig, dass Jesus und dann auch seine Jünger konsequent die Multiplikations-Strategie umsetzten.   Jesus sprach davon: „Ich mache euch…“, und Er gab seinen Nachfolgern den Auftrag: „Macht ihr die Menschen zu meinen Jüngern!“ Vielleicht stört manchen im Zusammenhang von geistlichen Dingen diese Wortwahl. Aber Jesus spricht tatsächlich vom “Machen”. Demnach muss das, womit Er uns beauftragt hat, für uns auch machbar sein.

Machen bedeutet aktiv anpacken, anfangen, umsetzen, einüben, sich investieren, ausprobieren, etwas oder jemanden in einen anderen Zustand bringen. Wenn ich z.B. behaupte, ich mache meine Garage sauber, dann muss/wird sie danach in einem besseren, anderen Zustand sein, eben aufgeräumt. Machen führt zu konkreten Ergebnissen. Ein entschiedener, geistlich gesunder Nachfolger Jesu ist in diesem Sinne immer auch ein “Macher”. Natürlich alles und immer unter dem Vorbehalt:

“Wenn der Herr will und wir leben, machen wir …“. (Jak4.15) Aber nichts ersetzt unser Mitmachen.

Wenn Jesus uns in seinem geistlichen Vermächtnis sagt: „Geht und macht die Menschen/Völker zu meinen Jüngern!“, dann sollte uns sehr interessieren, was Er damit eigentlich meinte. Das ist in zweierlei Hinsicht sein zentraler Auftrag an uns. Zuerst sollen wir selbst als Jünger/Azubi von Jesus leben. Daraus folgt ganz natürlich auch der 2.Schritt, nämlich andere Menschen in die Nachfolge Jesu einzuladen, und es ihnen zu zeigen, wie das heute geschehen und verwirklicht werden kann.   Jesus hat uns im vergangenen Jahr einen ziemlich großen Traum ins Herz geschenkt. Damit der Wirklichkeit wird, haben wir damit begonnen, unser Gebetsleben aufzurüsten und zu intensivieren. Das war der richtige erste Schritt in die richtige Richtung. Da gilt es jetzt, dran zu bleiben und es zu vertiefen.   Im neuen Jahr wollen wir nun den nächsten, großen Schritt gehen. Gemeinsam wollen wir entdecken, was es heißt, ein Azubi von Jesus zu sein und als ein solcher auch zu leben. Das wird spannend und herausfordernd, aber auch möglich. Ganz ehrlich - es gibt keine echte Alternative dazu.   Ein Azubi von Jesus entwickelt während seiner Nachfolge verschiedene Qualitäten und Fähigkeiten. Ein zentrales Kennzeichen eines Menschen, der von Jesus lernen will, wird uns bereits vom Propheten Jesaja beschrieben:   Der HERR, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich erkenne, den Müden durch ein Wort aufzurichten. Er weckt mich, ja Morgen für Morgen weckt er mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Jes50,4   Ein Jünger Jesu stellt seinen Mund und seine Ohren Jesus zur Verfügung. Er lernt, zur richtigen Zeit das richtige Wort mit der richtigen Haltung auf die richtige Art zu sprechen. Weil er/sie den Wunsch hat: durch mich sollen die Nächsten Jesus reden hören - nicht nur in besonderen, heiligen Momenten, sondern auch im Alltag. Ein Jünger Jesu lernt von Anfang an, auf Jesus zu hören und dann das zu tun, was Er spricht. Das lernen wir nicht so nebenbei, sondern dazu brauchen wir jeden Morgen neu Bereitschaft, uns von Jesus das Ohr wecken zu lassen, damit wir auch das hören, was Er zu uns spricht. Das ist nicht immer einfach, das gelingt uns nicht jeden Tag gleich gut, aber wir werden nie auf dieses geistliche Training verzichten können. Sicher stehen wir da an ganz unterschiedlichen Punkten: manche sind voll im Training und freuen sich auf jede neue Gelegenheit, Gelerntes einzusetzen. Andere leben mit einem ziemlich großen Trainings-Rückstand, haben geistliches Land verloren, was es zurückzuerobern gilt. Oder du hast noch nie davon gehört, dass wir alle solche Dinge auch lernen können/müssen - jeder, der mit Jesus lebt. Um es mit dem bekannten Lied zu sagen: Wenn es je an der Zeit war, als Jünger Jesu zu leben, dann jetzt! Jetzt ist die Zeit, mit dem Training zu starten oder wieder zu beginnen. Beende alles Zögern, Zaudern oder Zweifeln und mach mit! Jesus sucht unter uns die Menschen, die mitmachen.

Wie viele wird Er unter uns finden? Bist du dabei?
Für jeden, der diese Zeilen liest, ist mein Gebet: „Herr, gib viel Gnade und große Entschlossenheit, zum Mitmachen!

Werde ein[e] große[r] MM!

In Jesu Liebe – euer Jürgen