Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 28 Februar, 2018


„Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.” Rö12.2

Im ganzen Universum gibt es nur EINEN, wirklich nur EINEN, der keine Veränderung braucht - und das ist unser Gott. Weil ER vollkommen ist - perfekt in allem - ohne Defizite und Mängel - IHM fehlt nichts - ER hat alles im Überfluss und in einer einzigartigen, vollkommenen Qualität. Deshalb bekennt Jakobus: “Alles, was Gott uns gibt, ist gut und vollkommen. Er, der Vater des Lichts, ändert sich nicht; niemals wechseln bei ihm Licht und Finsternis.”( Jak1.17) Unser Gott braucht keine Veränderung - dafür wir umso mehr.

Die gute Nachricht ist - es besteht für uns tatsächlich eine realistische Möglichkeit, uns zum Guten, zum Besseren zu verändern und Jesus, dem vollkommenen Menschen immer ähnlicher zu werden. So wie Michael es am vergangenen Sonntag bei seiner Einleitung in die Lobpreiszeit auf den Punkt brachte: du bist angenommen, so wie du bist - aber du musst nicht so bleiben, wie du bist. Und Bärbel hat uns auf sehr hilfreiche und weise Art einen Weg vor Augen gemalt, wie wir aus jeder Lebenssituation mit Gewinn hervorgehen können, wenn wir mit einer Lern- und Veränderungsbereitschaft durchs Leben gehen und uns fragen: was habe ich hier zu lernen? Was will mein Vater mir jetzt beibringen? Worauf will ER mich jetzt aufmerksam machen? (kurzer Tipp: die Predigt vom vergangenen Sonntag ist es wert, noch einmal gehört zu werden auf unserer Website)

Wir leben in einer Zeit - besser gesagt, zwischen den Zeiten - die von allen Menschen eine große Bereitschaft für und Fähigkeit zur Veränderung erfordert. Ohne eine solche Bereitschaft und Fähigkeit sind wir nicht zukunftsfähig, denn auf uns kommen in rasendem Tempo quanten-sprungartige Veränderungen zu. Eine der wichtigsten Qualifikationen für die Zukunft ist deshalb die Fähigkeit zur Veränderung.

Gerade deshalb ist das Wort von Paulus aus Rö12.2 so aktuell und wichtig für uns heute. In Zeiten der Veränderungen sollen wir uns nicht an den Maßstäben dieser Welt orientieren, sondern am Willen Gottes. Gottes Willen aber können wir nur erkennen und verstehen, wenn wir es lernen, in einer neuen Weise zu denken. Wie und was Gott denkt, erfahren wir in der Bibel. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: der Heilige Geist hat schon viele Denkfehler von mir, beim Bibellesen aufgedeckt! Gott sei Dank - so konnte ich umkehren und mich verändern lassen. Das ist so ein großes Geschenk - ein unbezahlbarer Segen. Aber nicht nur unsere persönliche Veränderung wird so möglich. Unser erneuertes Denken wird dann nicht nur uns selbst verändern, sondern uns auch befähigen, die richtigen Veränderungen, die gut sind und an denen Gott Freude hat, zu initiieren. Die Erneuerung unseres Denkens verändert eben auch unsere Einstellungen, unser Verhalten, unsere Gewohnheiten, unser Werte-System - den ganzen Menschen. Wenn es Menschen gibt, die diese Welt zum Guten verändern können, dann sind es diese Art von Christen, die es zulassen, dass Gottes Wort und Gottes Geist ihr Denken erneuert.

Albert Einstein sagte einmal: “Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet.” Um das mal in unser Leben hinein zu interpretieren, folgendes Beispiel: Wenn du feststellst, dass du in den letzten Jahren deine körperliche Fitness vernachlässigt hast, und du weißt, dass sich hier etwas ändern muss, dann ist noch gar nichts geschehen, wenn du nur den Entschluss fasst: am Ende dieses Jahres will ich 5kg weniger Gewicht auf die Waage bringen. Du weißt auch: wenn du so weitermachst wie bisher, nichts an deiner Ernährung, nichts an deinen Lebensgewohnheiten wie z.B. deiner Bewegungsarmut veränderst, dann wirst du auch keine anderen/besseren Ergebnisse erwarten können. Wer Neues erreichen will, braucht die Bereitschaft zur Veränderung. Und Veränderung hat seinen Preis. Es gibt keinen einzigen Fortschritt ohne Niederlagen, Scheitern oder Fehlversuchen. Veränderung ist nicht einfach, schnell und billig zu haben - aber es lohnt sich. Du weißt z.B., dass du mehr Zeit in deine Beziehung mit Jesus investieren sollst. Deinem Leben mit Jesus fehlt es an Tiefgang und Nähe. Als dir das klar wird, fasst du den heroischen Entschluss: ab sofort verbringe ich jeden Tag 1 Stunde beim Bibellesen und Gebet. Und nach dem 3.Tag gibst du schon wieder auf, weil du es einfach nicht schaffst. Vielleicht ist es der bessere Weg, wenn du in der ersten Woche mit 10 Minuten täglich startest. Nach einer Woche gehst du einen kleinen Schritt weiter und verlängerst deine Audienz beim Herrn um 5 Minuten. In der 3.Woche hast du schon so viele gute Erfahrungen gemacht, dass es dir leicht fällt, noch mal 5 Minuten früher aufzustehen oder länger aufzubleiben. Jeden Tag 20 Minuten mit Jesus allein, bringt dich weiter, als an 3 Tagen 1 Stunde. Regelmäßig kleine Schritte vorwärts bringen dich eher zum Ziel, als irgendwelche Kraftakte. Ich weiß eins - Gottes Traum für unser Leben und Sein Traum für die Immanuel-Gemeinde - beide können nur dann Wirklichkeit werden, wenn wir auch zu den notwendigen Veränderungen bereit und fähig sind. Deshalb wünsche ich uns allen, den Mut zur Veränderung und die Weisheit für das richtige Maß unserer kleinen Schritte vorwärts. Wo braucht es in deinem Leben eine Veränderung? Was ist dein nächster Schritt dorthin?

Herzlichst - euer Jürgen