Von Jesus bewegt

Von Jürgen Fredrich | 1 Januar, 2018


Liebe Brüder und Schwestern, liebe Wegbegleiter!   Ich wünsche euch allen von Herzen ein bewegtes neues Jahr 2018. Das Jahresmotto der Immanuel-Gemeinde für 2018 heißt: von Jesus bewegt. Zu leben bedeutet, in Bewegung zu sein. Nur Totes bewegt sich nicht mehr. Wer oder was auch immer sich zu wenig oder zu selten bewegt, wird krank, lebt nicht gesund und kann sich nicht gesund entwickeln. Jeder Mensch braucht regelmäßig angemessene und ausreichend Bewegung.

Das gilt für unser natürliches als auch für unser geistliches Leben. Das ist für den Einzelnen, aber auch für eine Gemeinschaft unerlässlich. Wir sind von unserem Schöpfer für Bewegung geschaffen. Für unser natürliches Leben leuchtet uns das wahrscheinlich ganz schnell ein. Das war für mich schon ein besonderer Anblick, als ich die 92-jährige Johanna Quaas aus Halle am Doppelbarren in bester Körperhaltung in der Waagrechten in der AZ vom 11.12.17 abgebildet sah, mit der Überschrift: “Bewegung hält im Alter jung”. Ein bemerkenswerter Bericht von den munteren 90-Jährigen in unserem Land, mit dem Fazit: tägliche körperliche Bewegung ist tatsächlich wichtig, um zufrieden alt zu werden. Ich ergänze: … um zufrieden zu leben. Unser Körper braucht wahrlich mehr Bewegung als nur die vom Sessel bis zum Kühlschrank. Wir alle kennen doch die Momente, wenn wir mal wieder Muskeln bewegen, die wir schon lange Zeit nicht mehr richtig eingesetzt hatten, wie z.B. beim Holzhacken. Am nächsten Tag quält uns der Muskelkater, und der flüstert uns fast einschüchternd ins Ohr: „Tu es nie wieder!“ Obwohl genau das Gegenteil das Beste wäre: tu es regelmäßig und gleich wieder. Die Volksweisheit hat es in den bekannten Satz gepackt: „Wer rastet, der rostet!“ Ich muss euch an dieser Stelle herausfordern: Jesus will, dass wir mehr für unsere Gesundheit tun und uns körperlich mehr bewegen. Konkret: fange damit an, dich regelmäßig und deinem Alter und Gesundheitszustand angemessen zu bewegen. Vielleicht beginnst du einfach mal damit, dass du jeden Tag einen Spaziergang von 15-20 Min in deinen Tagesablauf einbaust. Dabei kannst du das Gute gleich mit dem Wichtigen verbinden und betend durch dein Dorf oder um den Block gehen. Oder du wählst bewusst den Treppenaufstieg und lässt den Fahrstuhl im Stich. Ich selbst laufe immer wieder von meinem Büro nach Hause. Das tut meinem Körper, aber auch meiner Seele so gut. Genügend Bewegung tut aber nicht nur der Figur, unseren Muskeln, dem Immunsystem und dem Stoffwechsel gut. Es hat auch gute Auswirkungen auf unser Lebensgefühl, auf unsere innere Stabilität und Belastbarkeit. Menschen mit regelmäßiger Bewegung sind i.d.R. stressresistenter und ausgeglichener in anderen Lebensbereichen. Die oben genannten munteren 90er sind beileibe nicht alle gesund, aber zutiefst zufrieden. Auch deine Seele braucht einen bewegten Körper, um sich darin wohl zu fühlen.

Aber auch unser geistliches Leben ist auf Bewegung konzipiert und braucht Bewegung. Ein Christ ist in Bewegung, oder er ist kein Nachfolger Jesu mehr. Jesus nachfolgen können wir nur, wenn wir in Bewegung kommen. Deshalb steht am Anfang immer der Ruf Jesu: „Komm, folge mir nach!“ Jünger sind Nachfolger und nicht Nachsitzer Jesu! Jesus hat uns in die Welt hineingesandt und uns beauftragt: „Geht nun hin zu allen Nationen bis an die Enden der Welt! (Mt28.19) Geht an die Hecken und Zäune! (Lk14.23) Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und es wird euch aufgetan!“ (Mt7.7). Die Liebe Christi treibt uns an (2.Kor5.14). Diese und viele andere Bibelstellen machen deutlich: das Wesen des Christseins ist, in Bewegung und aktiv sein, auf dem Weg sein (Apg9.2) und Schritt für Schritt das Ziel erreichen. In welchem Zustand ist unser geistliches Leben? Ein geistlich gesundes Leben zeigt sich durch Aktivsein, Initiative ergreifen und sich auf Veränderungen einlassen. Nachfolge Jesu kann uns nur gelingen, wenn wir in Bewegung kommen und in Bewegung bleiben. Zur Lebenswirklichkeit eines Nachfolgers zählt aber auch, dass er auf seinem Weg mit Jesus irgendwo in Fragen oder Krisen stecken bleibt, festgefahren ist, auf der Stelle tritt und kein Wachstum geschieht. Solche Menschen wirken wie gelähmt, verhalten sich passiv oder gleichgültig. Unangenehme Ansprüche und Herausforderungen Jesu werden einfach zur Seite geschoben. Stillstand und Stagnation sind die Folgen und sind die Kennzeichen eines ungesunden geistlichen Lebens. Um es bildhaft zu sagen: Muskeln, die wir nicht gebrauchen, verkümmern. So auch geistliche Gaben, die wir nicht gebrauchen. Sie sind nutz- und wertlos für Jesus. So kann kein Wachstum geschehen. Was bewegt dich zur Zeit? Sind das die Dinge, die Jesus bewegt?   In Zeiten der Stagnation müssen wir uns fragen: wie kommt wieder Bewegung in unser geistliches Leben? Genau dem wollen wir in den nächsten beiden Monaten mit euch zusammen auf die Spur kommen. Wir wollen uns genügend Zeit dafür nehmen, damit Jesus uns wieder in Bewegung bringen kann. Und eins kann ich mit großer Gewissheit sagen: Jesus will uns bewegen. Mehr Infos zu dem geplanten Entdeckungsprozess findet ihr in den nachfolgenden Info-Teilen. Aber ich will jeden von euch dazu ermutigen, von Anfang an und konsequent mit dabei zu sein, und nicht nur vom Hörensagen davon zu erfahren. Wir alle brauchen eine neue Berührung durch die Kraft und Liebe Gottes, die uns bewegen wird. Denn auch im geistlichen Raum gelten zwei Grundsätze, wie in der Physik:

  1. Reibungskräfte verhindern, dass ein Körper in Bewegung bleibt.

  2. Fortwährende Krafteinwirkung ist nötig, um ein Objekt in Bewegung zu halten.

Es gibt auch in der geistlichen Welt Reibungsverluste und Trägheitskräfte, die dafür sorgen, dass wir stehen bleiben. Genau diese Trägheitskräfte gilt es zu überwinden und wieder in eine geistliche Dynamik hineinzufinden, die kraftvoll und siegreich ist. Am besten, du triffst heute noch die Entscheidung, dass du nicht dort stehen bleiben willst, wo du zur Zeit stehst, feststeckst oder blockiert bist. Lass dich von Jesus wieder bewegen – steh auf und sag IHM: „Herr, hier will ich nicht bleiben.“ Komm in Bewegung! Geh den ersten Schritt und beteilige dich an dem Prozess „Catch the Vision – von Jesus bewegt“, den wir am 14.1. mit einem Gemeinschaftstag beginnen. Schritt für Schritt in Bewegung kommen. So kann jeder mitkommen, der sich dafür entscheidet.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein bewegtes Jahr 2018.

In Jesu Liebe

Euer Jürgen