Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 18 Januar, 2017


Denn wer hat den Tag kleiner Dinge/kleinen Anfänge verachtet? Sach4.10

Unser Gott hat eine Vorliebe für das Kleine, Unscheinbare, Geringe. Dem Kleinen gehört seine besondere Aufmerksamkeit und auf das Geringe achtet er sorgfältig. Wo wurde der Retter dieser Welt geboren? Nicht in einer Metropole, sondern in einer kleinen Stadt Israels – Bethlehem. (Mi5.1) Warum hat sich Gott Israel als sein Volk erwählt? In 5.Mose7.7f steht die Antwort:

„Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste unter allen Völkern, sondern wegen der Liebe des Herrn zu euch,…“

Das ewige Reich Gottes, dass ich für das beste und größte halte, vergleicht Jesus mit dem kleinsten Samenkorn, den es gibt: dem Senfkorn – lies Mt13.31-32. Gott liebt das Kleine und die Kleinen in einer besonderen Weise. Sie haben einen besonderen Platz in seinem Herzen. Er geht sogar soweit, dass er sich mit den geringsten Menschen identifiziert: in Mt25.40 lesen wir: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!’

Schon beim Propheten lesen wir, dass der große, ewige Gott großen Wert darauf legt, dass wir sehr sorgfältig auf die kleinen Anfänge achten. Weil ER weiß, dass es sehr oft die kleinen Dinge sind, die einen großen Unterschied machen. Ein kleiner Schlüssel öffnet große Türen. Eine kleine Entscheidung bewirkt einen historischen Kurswechsel. Eine kleine Entdeckung bedeutet einen großen Fortschritt. Deshalb gibt Jesus die Devise aus: achtet auf die kleinen Anfänge und kleinen Dinge. ER weiß: Nur wer im Kleinen ehrlich ist, wird es auch im Großen sein. Wenn ihr bei kleinen Dingen unzuverlässig seid, werdet ihr es auch bei großen sein. (Lk16.10) Gott misst unsere Reife und Tauglichkeit für mehr, an unserer Einstellung zum Kleinen.

Warum ich euch an die Bedeutung des Kleinen erinnere? Weil große Ziele nur mit vielen kleinen Schritten erreicht werden. Weil große Vorhaben nur mit vielen kleinen Aktionen realisiert werden. Weil große Veränderungen nur durch kleine, richtige Entscheidungen zustande kommen. Dazu müssen nicht erst große, außergewöhnliche Dinge geschehen. Meist sind es nur sehr kleine, unscheinbare Schritte, Worte, Taten, Entscheidungen. Es sind eben nicht die großen, weichenstellenden Entscheidungen in unserem Leben, die unseren Charakter prägen, sondern die vielen kleinen, alltäglichen Entscheidungen formen unseren Charakter.

Ich möchte euch alle ermutigen und herzlichst darum bitten, achtet ab sofort jeden Tag und mehr als je zuvor, auf die kleinen Dinge, die kleinen Gelegenheiten, auf die Menschen, die man sonst gerne und schnell übersieht. Menschen, mit dieser Einstellung, werden gewaltige und große Auswirkungen haben, die wir uns nicht vorstellen können. Dafür soll die Immanuel-Gemeinde bekannt werden – sie sieht und achtet auf die kleinen Anfänge und kleinen Dinge. Machst du mit? Freu mich auf euer Feedback!

Seid dazu mächtig gesegnet – euer Jürgen