Ganz

Von Jürgen Fredrich | 7 Januar, 2017


„Ganz“ ist das Jahresmotto für uns als Immanuel-Gemeinde im Jahr 2017. Als mir Jesus dieses kleine Wort so ins Herz flüsterte und ich mich dann auf den Weg machte, um herauszufinden, was die Bibel dazu zu sagen hat, war ich sehr überrascht, wie häufig dieses so unscheinbare Wörtchen dort auftaucht.

Das Wort „ganz“ trägt verschiedene Bedeutungen. Hier möchte ich nur kurz auf zwei Hauptaussagen eingehen. Mehr dazu am 8.1. bei uns im Gottesdienst.

Bei der ersten Bedeutung steht „ganz“ für: alles, jeder, ohne Rest, ungeteilt, keine halbe Sachen machen, nicht halbherzig. So z.B. als Gott das höchste und wichtigste Gebot für uns Menschen im Alten und Neuen Testament formuliert:

Im Glaubensbekenntnis des jüdischen Volkes steht:

„Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einer. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“(5.Mos6.4,5) Und für die Gemeinde Jesu gilt gleichermaßen:

Jesus antwortete ihm: “‘Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!’ Das ist das erste und wichtigste Gebot. (Mt22.37)

Unser Herr will, dass wir ganze Sache machen. Es ist nicht die Zeit, für Halbherzigkeit und fragwürdige Kompromisse. Unser Herr sucht nicht nur ein bißchen Hingabe, ein bißchen Liebe, ein bißchen Herz. Ganz ist 100% und nicht 98%. Jesus sucht nach Menschen, die mit ganzem Herzen mit IHM und für IHN leben. So herausfordernd das für uns auch sein mag, so segensreich wird sich diese Lebenseinstellung auch erweisen.

Die zweite Bedeutung von „ganz“ ist: unbeschädigt, unversehrt, heil und ist das Gegenteil von: zerbrochen, kaputt, funktionsunfähig. „Gott aber, der uns seinen Frieden schenkt, vollende euch als sein heiliges Volk und bewahre euch völlig unversehrt, fehlerlos an Geist, Seele und Leib, für den Tag, an dem Jesus Christus, unser Herr, kommt.“ (1.Thess5.23)

Unser Herr will und kann zerbrochene Herzen, zerstörte Identitäten und kaputte Beziehungen wiederherstellen. Verlorene Berufungen werden wiederentdeckt und ergriffen. ER, und nur ER ist in der Lage, mit den Trümmern unseres Lebens etwas Neues zu schaffen. Jesus ist ein Meister im „ganz-machen“.

Wir sind wirklich ganz gespannt und sehr erwartungsvoll, wie ER das ein ganzes Jahr lang in unserer Gemeinschaft geschehen lassen wird. Du auch?

In diesem Sinne wünschen Bärbel und ich Euch allen ein ganz gesegnetes und erfahrungsreiches Jahr 2017.

Eure Jürgen & Bärbel