Unser Land braucht Schutz

Von Jürgen Fredrich | 29 Juni, 2016


O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern gestellt, die fortdauernd bei Tag und Nacht nicht schweigen werden. Ihr, die ihr den Herrn an seine Zusagen erinnert, gönnt euch keine Ruhepause. Lasst dem Herrn keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder gegründet und auf der ganzen Welt zum Lobpreis gemacht hat. Jes62.6

Wir genießen das große Vorrecht, in dieser Zeit in Deutschland zu leben. Unser Land bietet den Menschen, die hier leben, eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität. Damit will ich nicht die vielen veränderungswürdigen Ungerechtigkeiten und Missstände ausblenden. Aber grundsätzlich achte ich es als einen großen Segen, zu dieser Zeit in diesem Land mit all seinen Möglichkeiten zu leben. Segen deshalb, weil wir es nicht verdient haben, sondern es uns von Gott geschenkt wird. Um diesen Segen werden wir von vielen Nationen und unzähligen Menschen beneidet, und nicht selten hört man leider auch missgünstige Kommentare.

Gott hat allerdings auch seine Gründe, warum ER unser Land so segnet. Einen Grund z.B. erkenne ich darin, dass sich die Väter der Bundesrepublik Deutschland und die nachfolgenden Generationen sehr ehrlich und verantwortungsvoll der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen gestellt haben. Mir jedenfalls ist keine Nation bekannt, die das so gründlich und ehrlich getan hat wie unser Volk. Wenn der türkische Präsident behauptet, Deutschland wäre das letzte Land, das berechtigt wäre, eine Armenien-Resolution zu verabschieden aufgrund der Holocaust-Verbrechen, dann zeugt das nur von seiner schlechten Geschichtskenntnis oder von seinem mangelnden Respekt gegenüber unserer Aufarbeitung. Tatsache bleibt: unser Gott segnet Menschen/Nationen, welche die Verantwortung für ihr Leben annehmen und entsprechende Entscheidungen treffen.

Ich kann uns jetzt ein großes „ABER“ nicht ersparen: Aber wir sind dabei, diesen unbegreiflichen Segen systematisch und kontinuierlich zu verspielen und letztendlich zu verlieren. Der Genuss des Segens hat uns leider auch blind, taub und ziemlich stumm für die Gefahren dieser Zeit gemacht. Wir bemerken gar nicht, was still und leise an gesellschaftlichen, politischen und geistlichen Veränderungen geschieht. Z.B. hat die gezielte, stille Islamisierung unseres Landes inzwischen ein sehr ernstzunehmendes Niveau erreicht. Dazu kommt die berechtigte Angst, dass eingeschleuste Islam-Kämpfer durch Terrorakte unser Land zu einem Kriegsschauplatz verwandeln und uns in die Knie zwingen wollen. Schließlich heißt Islam: „Unterwerfung“ und nicht wie viele meinen: „Frieden“. Frieden gibt es für die geistigen Führer des Islams letztendlich erst durch Unterwerfung. Es ist schon bemerkenswert, wie stumm die türkischen Imame in unserem Land und das Führungspersonal der türkischen Dachverbände werden, wenn der türkische Präsident über unser Land herzieht und sich aktiv in innenpolitische Dinge einmischt. Wer nichts sagt, sagt auch etwas. Versteht mich bitte nicht falsch – wir begegnen auch den Moslems in unserem Land freundlich und respektvoll. Als Gemeinde dienen wir seit Monaten auch moslemischen Flüchtlingen aus Afghanistan, und dort entwickeln sich freundschaftliche Beziehungen. Wir sind wahrlich nicht „islamophob“, d.h. krankhaft islamfeindlich. Aber Nächstenliebe darf uns nicht blind machen für gesellschaftliche und geistliche Realitäten und Fehl-Entwicklungen. Ich rede heute so Klartext, weil ich die so weitverbreitete Verharmlosungs-Strategie leid bin. Wie zu Zeiten Jeremias sagen heute viele Priester und Propheten: „Es ist nur halb so schlimm, es wird alles wieder gut!“ und Jeremia antwortete: Nein, nichts wird gut!“ (Jer6.14) Die Lage ist ernster, als wir es vielleicht wahrhaben wollen. Und die Islam-Frage ist nur eine von vielen großen Baustellen / kritischen Punkte in unserem Land.

Ich benenne diese Probleme auch nicht deshalb, um uns Angst zu machen oder Feindschaft zu säen. Ich bin nicht dagegen, dass Moslems in unserem Land Zuflucht suchen oder hier leben, arbeiten und ihren Glauben praktizieren. Aber bitte nur, und nur zu unseren Regeln und Werten. Wir wollen nicht einfach zuschauen, wie uns die Gestaltung unseres gemeinsamen Lebens– still und leise – Stück für Stück aus der Hand genommen wird. Mich macht das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage sehr nachdenklich, wenn sich 30% der türkisch-stämmigen Bürger in unserem Land, eine Gesellschaftsform wie zu Zeiten Mohameds in Deutschland wünschen. Ich will das nicht – und es soll auch nie dazu kommen.

Merkt ihr auch: unser Land braucht Schutz! Deutschland braucht geistliche Wächter, die nicht schlafen, sondern wach sind. Wächter, die die Augen nicht zumachen, sondern sehen was abgeht. Wächter, die nicht stumm bleiben, sondern ihre Stimme erheben, auf die Gefahren hinweisen und die richtigen notwendigen Schutzmaßnahmen initiieren. Wächter, die nicht abgelenkt oder eingelullt sind durch die vielen Angebote und Bequemlichkeiten, die unsere Gesellschaft so bietet. Wächter, die ihren Platz entschlossen und konsequent einnehmen. Solche Wächter sind Menschen, die sich für das Zeitgeschehen interessieren und für die Menschen beten. Fürbitter sind Wächter. Sie interessieren sich für Gottes Lösungen. Sie kümmern sich darum, dass Gott mit seinen Vorhaben zum Zug kommt. Fürbitter verschaffen der Gegenwart Gottes Raum in dieser Welt. Sie sprechen den Willen Gottes hinein in Situationen, im kindlichen Vertrauen, dass ER auch eingreift. Fürbitter erkennen, wer oder was unserem Land schaden will bzw. kann, und sie setzen sich dafür ein, dass dies nicht gelingt.

Das ist unsere Verantwortung als Gemeinde Jesu – da sind wir gefragt. Gottes Platzanweisung für uns ist: „Steht auf der Mauer, schützt euer Land mit euren Gebeten! Erhebt eure Stimme und redet die Wahrheit! Lasst euch nicht täuschen oder ablenken! Erinnert den Herrn an seine Zusagen! Liegt IHM in den Ohren – betet was das Zeug hält! Denn es stimmt: „Wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens.“ (Ps127.1)

Ihr Lieben, die Lage ist ernster als wir es vielleicht wahrhaben wollen oder uns recht ist. Jetzt ist wahrlich nicht die Zeit zum Chillen, sondern zum Wachen. Kein Politiker und keine Partei – auch nicht die AfD - können das bewirken, was unser Land wirklich braucht. Wir brauchen keine kosmetischen Veränderungen, sondern eine tiefe, umfassende, mächtige, erweckende Reformation. Wenn unser Land nicht umkehrt zu Gott und Gott uns nicht gnädig ist, dann weiß ich nicht, wie das gut enden soll.

Mein Auftrag aber ist, euch dafür zu mobilisieren, unseren Platz auf der Mauer entschlossen einzunehmen. Wir können dabei nur unseren Bereich auf der Mauer besetzen, aber das wollen wir tun. Deshalb lade ich euch im Namen Jesu zum Wächter-Gebet ein - jeden Samstag-Abend von 20 – 21h. Setzt alles daran, dass ihr mindestens einmal im Monat daran teilnehmt. Intensiviert euer Gebet für unser Land in den Kleingruppen und in den Familien! Unser Land ist das wert. Willst nicht auch du in einem Land leben, wo du deinem Gott in Freiheit dienen kannst? Wo wir in Frieden und Ruhe unseren Auftrag erfüllen und unser Leben ohne Angst und zur Ehre Gottes führen können? Und genau das steht auf dem Spiel. Unser Land braucht Schutz – und Du kannst dafür etwas beitragen. Bist du dabei? Seid gesegnet mit großer Wachsamkeit – euer Jürgen