Gott ist ein Geber - du auch

Von Jürgen Fredrich | 1 Juni, 2015


Unser Gott, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu Christi – ist ein Geber! Dieses kurze, einfache Wort beschreibt so treffend und markant das Wesen unseres Gottes. Gott gibt nicht nur mal hier, mal da – ER ist ein Geber. Wie Gott nicht nur liebt, sondern Liebe ist, so ist ER durch und durch auch ein Geber! Liebe gibt! Liebe setzt Geben frei.

Bevor Gott von dir irgendetwas fordert, vertraut ER dir viel an. Bevor ER von dir etwas verlangt, wird ER dir geben. Das ist ein Grundprinzip seiner Herrschaft und in seinem Königreich. Es steht geschrieben: „Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.“ (Lk12.48) Bist du dir dessen bewusst, was alles unser Herr dir bereits anvertraut hat? ER schenkt dir jeden Tag 24 Stunden Zeit – ER versorgt dich mit allem, was du zum Leben und zum Dienst brauchst - die allermeisten von uns haben ein gutes und geregeltes Einkommen – fünf bis sechs Wochen bezahlten Jahresurlaub – weltweit eine der besten medizinischen Versorgungen – einen lebendigen Glauben und eine persönliche Beziehung zu Gott – ganz unterschiedliche Begabungen, Fähigkeiten, Talente und Charismen – dazu kommt noch viel unentdecktes Potenzial, das du noch gar nicht kennst und einsetzt - viele Freunde, die denselben Weg der Nachfolge mit dir gehen – ein gutes, geistliches Zuhause in einer Gemeinde – u.v.a.m..

Glaub mir – dir ist viel gegeben, dir wurde viel anvertraut und geschenkt. Alles verdankst du diesem unvergleichbaren Geber – deinem Vater im Himmel.

ER gibt gerne! ER ist ein großzügiger, freigiebiger Geber. ER liebt es, und es fällt IHM leicht, zu geben, auszuteilen und zu versorgen. ER investiert sich leidenschaftlich gerne in unser Leben. ER scheut auch kein Risiko – ER vertraut uns die kostbarsten Dinge einfach an. ER fördert, bevor ER fordert. ER gibt, bevor ER etwas von uns erwartet. In der Welt, in der wir leben, herrscht ein anderes Grundprinzip: nehmen! Wir leben in einer ausgeprägten und zunehmend dreisten Nimm-Kultur. Nimm, so viel du kriegen kannst! Manche fordern uns sogar dazu auf, zu nehmen, was uns gar nicht gehört. Nehmen soll glücklich machen – stimmt aber nicht. Jesus hat gesagt: „Geben macht glücklicher als Nehmen“. (Apg20.35) Und eins kann nicht übersehen werden: Geben macht nicht ärmer, Geben macht reich! Gott will seine Geber-Mentalität durch uns in dieser Welt sichtbar machen. In dem Maße, wie wir Jesus ähnlicher werden, werden in unserem Leben auch echte Geber-Qualitäten sichtbar. Wir geben Zeit, Kraft, Geld, Herz, Hände u.v.a.m. – und machen damit auf den großen Geber aufmerksam.

Durch Sein Geben des Besten hat Gott den Lauf dieser Welt verändert. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Joh3.16) Die einzig angemessene Antwort auf unserer Seite kann nur: „Hin-gabe“ an IHN sein! Geben ermöglicht Hingabe.

Gott ist unbestritten der beste Geber aller Zeiten. Aber ER ist auch daran interessiert, dass seine Investition in dich, auch für IHN Frucht trägt. Deshalb fördert ER dich nicht nur, sondern fordert dich auch. ER gibt nicht nur, sondern erwartet und verlangt auch etwas.

Für alle, die sich im Geben üben und weiterkommen wollen, gibt es einen sehr wertvollen Anwendungstipp: „Dies aber sage ich: Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott“. (2.Kor9.6-7)

Es ist gut und klug, wenn wir segensreich säen – unsere Zeit und Kraft oder unser Geld in andere großzügig investieren. Aber wir sollten uns die Menschen und Projekte, in die wir segensreich säen wollen, zuvor genau anschauen. Ist das ein fruchtbarer Boden, oder ist es vorhersehbar, dass unsere Saat vergeudet wird? Vielleicht müssen wir noch den einen oder anderen Stein wegräumen, bevor wir säen, aber wir sollten das uns anvertraute Saatgut auch nicht naiv überall hin ausschütten. Es gibt „Lebensfelder“, wo wir nur sparsam säen sollten. Aber es gibt auch sehr viele „Lebensfelder“, auf die wir segensreich und großzügig aussäen sollten, weil die Saat auf guten Boden fällt.

In diesem Sinne, lasst uns kluge und fröhliche Geber werden – die all das, was Jesus ihnen anvertraut hat, und sich selbst in die richtigen Menschen und Projekte investieren. Gott ist ein Geber – du auch?

In Liebe – euer Jürgen